Wenn Sie eine Betreuungskraft für einen Angehörigen mit Demenz oder Alzheimer suchen, sollten deren Erfahrung, die übernommenen Aufgaben und die persönliche Haltung zu den Bedürfnissen Ihres Angehörigen passen. Erfahrung im Umgang mit Demenz, eine ruhige Kommunikation und passende Arbeitszeiten sind dabei gleichermaßen wichtig. Doch worauf sollten Sie in den Profilen achten, und welche Fragen helfen im ersten Gespräch?
In vielen Familien wächst die Entscheidung, Unterstützung von außen zu suchen, nach und nach. Anfangs teilen sich die Angehörigen Einkäufe, Besuche und alltägliche Aufgaben. Mit der Zeit kann jedoch der Punkt kommen, an dem ein Familienmitglied mehr Betreuung oder Beaufsichtigung braucht, als die Familie leisten kann.
Warum ist Erfahrung in der Betreuung von Menschen mit Demenz wichtig?
Demenz ist ein Syndrom, das durch verschiedene Erkrankungen entstehen und das Gedächtnis, das Denken sowie die Bewältigung alltäglicher Aufgaben beeinträchtigen kann. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache einer Demenz. Symptome und Betreuungsbedarf können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Weltgesundheitsorganisation.
Ein Mensch mit Demenz stellt möglicherweise dieselbe Frage mehrmals, vergisst ein kürzlich geführtes Gespräch oder fühlt sich in früher vertrauten Situationen unsicher. Neben der Betreuungserfahrung können deshalb Geduld, eine ruhige Kommunikation und die Unterstützung eines verlässlichen Tagesablaufs viel bewirken.
Prüfen Sie bei der Auswahl, wie gut die bisherigen Erfahrungen und die angebotenen Leistungen zur aktuellen Situation Ihres Angehörigen passen. Klären Sie auch, welche Betreuung und Pflege benötigt wird: Hilfe im Alltag und Leistungen, die medizinisches Fachwissen voraussetzen, können unterschiedliche Qualifikationen erfordern.

Worauf sollten Sie im Profil einer Betreuungskraft achten?
Ein Profil kann Ihnen helfen zu entscheiden, mit wem Sie Kontakt aufnehmen möchten. Betrachten Sie dabei mehrere Aspekte gemeinsam:
- Betreuungserfahrung: Hat die Person bereits Menschen mit Demenz oder Alzheimer betreut?
- Aufgaben: Welche Betreuungs- und Pflegeaufgaben übernimmt sie, und entsprechen diese den Bedürfnissen Ihres Angehörigen?
- Unterstützung bei eingeschränkter Mobilität: Kann sie helfen, wenn Ihr Angehöriger in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist?
- Sprachkenntnisse: In welcher Sprache und wie gut kann sie sich mit Ihrem Angehörigen und der Familie verständigen?
- Arbeitsmodell: Sucht sie eine Tätigkeit mit stundenweisen Einsätzen oder möchte sie im Haushalt wohnen?
- Verfügbarkeit: Wann kann sie anfangen?
- Gehaltsvorstellung: Passt sie zum Budget Ihrer Familie?
Ein Profilfoto kann zum ersten Eindruck beitragen, sagt für sich allein aber wenig über die fachlichen Fähigkeiten oder die Eignung aus. Eine ausführliche Vorstellung, relevante Erfahrungen und ein persönliches Gespräch bieten zusammen eine bessere Entscheidungsgrundlage.
Stundenweise Unterstützung oder 24-Stunden-Betreuung im eigenen Zuhause?
Wie viel Unterstützung benötigt wird, ist von Familie zu Familie verschieden. Manchmal reichen wenige Stunden Hilfe am Tag, in anderen Fällen sind eine längere Anwesenheit tagsüber oder eine durchgehende Beaufsichtigung erforderlich.
Bei der sogenannten 24-Stunden-Betreuung wohnt die Betreuungskraft im Haushalt der betreuten Person, übernimmt die laufende Beaufsichtigung und steht tagsüber und nachts bereit, wenn Hilfe benötigt wird. Besprechen Sie bereits im ersten Gespräch, wie häufig voraussichtlich nachts Unterstützung nötig ist, welche täglichen Aufgaben anfallen und wie Ruhezeiten und Vertretung organisiert werden.
Überlegen Sie vor der Suche, wann und wobei Ihr Angehöriger Hilfe braucht. Je genauer Sie den Tagesablauf und den Beaufsichtigungsbedarf beschreiben können, desto leichter lässt sich eine Betreuungskraft finden, die diese Aufgabe verantwortungsvoll übernehmen kann.
Welche Fragen sollten Sie im ersten Gespräch stellen?
Ein ausführliches Profil ist ein guter Ausgangspunkt, ersetzt aber kein Gespräch. Bei der Betreuung eines Angehörigen mit Demenz ist es besonders wichtig, bisherige Erfahrungen und gegenseitige Erwartungen zu klären.
Folgende Fragen können Ihnen beim ersten Kontakt helfen:
- Welche Erfahrung haben Sie in der Betreuung von Menschen mit Demenz oder Alzheimer?
- Welche Aufgaben haben Sie bei ähnlichen Tätigkeiten übernommen?
- Wie gehen Sie im Gespräch damit um, wenn die betreute Person dieselbe Frage wiederholt stellt oder unsicher wird?
- Welche Aufgaben können Sie übernehmen, und welche nicht?
- Welche Arbeitszeiten kommen für Sie infrage, und welche nächtliche Unterstützung können Sie leisten, wenn Sie im Haushalt wohnen?
- In welcher Sprache können Sie sich mit der betreuten Person unterhalten?
- Wann können Sie anfangen, und welche Vergütung stellen Sie sich vor?
Auch die Familie sollte den Zustand des Angehörigen, seinen Tagesablauf, seine Mobilität, die Wohnsituation und den Unterstützungsbedarf schildern. So kann die Betreuungskraft einschätzen, ob die Aufgabe zu ihrer Erfahrung und den Leistungen passt, die sie übernehmen kann.
Eine gute Zusammenarbeit setzt voraus, dass beide Seiten ausreichend informiert sind und ihre Erwartungen klar formulieren.
Wie hilft Vimora Care bei der Suche nach einer Betreuungskraft?
In der Betreuungskräftesuche von Vimora Care können Familien kostenlos ausführliche Profile ansehen. Sie können die angegebenen Erfahrungen, Sprachkenntnisse, Aufgaben, Arbeitsmodelle, möglichen Starttermine und Gehaltsvorstellungen vergleichen.
Derzeit erhält jeder registrierte Nutzer eine kostenlose Kontaktfreischaltung. Damit können Sie die Kontaktdaten einer ausgewählten Betreuungskraft einsehen und direkt miteinander sprechen. Das kostenlose Angebot gilt für eine Kontaktfreischaltung.
Familien können außerdem ein eigenes ausführliches Betreuungsgesuch veröffentlichen und darin die Situation sowie wichtige Bedingungen beschreiben. Betreuungskräfte können sich so über die Tätigkeit informieren und prüfen, ob diese zu ihrer Erfahrung und den Aufgaben passt, die sie übernehmen möchten.
Vimora Care ist ein Plattformanbieter. Familie und Betreuungskraft besprechen Aufgaben, Arbeitszeiten und Vergütung direkt miteinander. Die Plattform zieht keine Vermittlungsprovision vom Verdienst der Betreuungskraft ab.
Berücksichtigen Sie neben der Vergütung auch die passende Erfahrung
Das Budget der Familie und die Gehaltsvorstellung der Betreuungskraft sind wichtige Punkte im Gespräch. Bei der Auswahl sollten Sie daneben auch die Betreuungserfahrung, die angebotenen Leistungen, die Kommunikation und die persönliche Haltung berücksichtigen.
Es gibt keine Lösung, die für jede Familie gleichermaßen passt. In manchen Situationen genügt stundenweise Unterstützung, in anderen wird eine im Haushalt lebende Betreuungskraft benötigt. Bei komplexem Pflegebedarf kann es zudem notwendig sein, medizinisches Fachpersonal oder einen entsprechenden Dienst einzubeziehen. Vimora Care ersetzt keine ärztliche Diagnose, Behandlung oder medizinische Fachversorgung.
Beginnen Sie mit einem Blick auf die Profile
Wenn Sie Unterstützung für einen Angehörigen mit Demenz oder Alzheimer suchen, sehen Sie sich zunächst die Erfahrungen, angebotenen Aufgaben und Arbeitsbedingungen an. Besprechen Sie anschließend mit einer passend erscheinenden Betreuungskraft die Betreuungssituation und Ihre gegenseitigen Erwartungen im Detail.
Entdecken Sie die Betreuungskräfteprofile auf Vimora Care und nutzen Sie nach der Registrierung Ihre kostenlose Kontaktfreischaltung für ein direktes Gespräch.
